Eine eigenwillige Kulisse gibt es hier im Frankfurter Volksbank-Stadion: Die Haupttribüne fehlt. Das Stadion wird weiter renoviert, die Tribüne ist abgerissen – und so blicke ich von meinem Platz in der ersten Reihe nicht auf einen Resonanzkörper gegenüber, sondern auf den Hang, die Kirche und so weiter. Stimmung machen aber die Fans in den Kurven (FSV als Heimmannschaft, noch mehr natürlich die Gäste vom Kiez). Jetzt, nach der ersten Halbzeit, liegt St. Pauli 3 : 2 zurück, aber das kann ja noch werden. Und die Hamburger wissen ja, wie es ist, im zwangsweise halbleeren Stadion zu spielen.
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Gähn
Viele Seiten habe ich mich nach dem gesehnt, was der Titel verspricht: “Vom Ende einer Geschichte”. Leider braucht Julian Barnes doch recht lange, bis er endlich dort ankommt. Der Klappentext verspricht: “Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt”. Aber: Altherrenprosa, kurzatmig statt atemberaubend, Kinderkarussell statt Achterbahn, selbstverliebt und selbstmitleidig.
Zitat: “Was hatte Old Joe Hunt erwidert, als ich naseweis behauptete, Geschichte sei die Summe der Lügen der Sieger? ‘Solange Sie im Auge behalten, dass sie auch die Summe der Selbsttäuschungen der Besiegten ist.’ Behalten wir das genügend im Auge, wenn es um unser persönliches Leben geht?”
Ach Gott, dafür braucht es nun wirklich keinen solchen Roman, Herr Barnes!
Julian Barnes, Vom Ende einer Geschichte. Kiepenheuer & Witsch 2011: Finger weg!
Das Ende der Privatsphäre
Seit längerem beschäftige ich mit dem Phänomen der “Post Privacy” – angeregt insbesondere durch die Frage, ob die Nutzung von sozialen Netzwerken in der Jugendarbeit nicht zu einem leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten (ver)führt und daher unterbleiben sollte. Wer sich darüber mit jungen Menschen unterhält, wird schnell merken, dass sich bezüglich der Frage, was Privatsphäre und Schutz persönlicher Daten bedeutet, ein Paradigmenwechsel vollzogen hat. Eine Kritik an der Kommerzialisierung der Daten z.B. bei Facebook scheint dann nach wie vor berechtigt. Aber dort, wo Privatsphäre und Kommunikation miteinander in Beziehung treten, sind wir längst auf dem Weg zu neuen Welten. Weiterlesen →
Gelesen: Frevelopfer: Islandkrimi von Arnaldur Indridason
Spielhaus
Um das Thema Geolocation noch einmal aufzunehmen: Hier spielen wir nun schon seit 9 Jahren jede Woche donnerstags Mah-Jongg!
Das Alphabethaus
Jussi lässt auf sich warten. Der 5. Band der Abteilung Q-Serie des dänischen Krimiautors Jussi Adler-Olsen, dessen Erscheinungstermin Ende 2011 zwischenzeitlich auf Pfingsten 2012 verschoben worden war, ist nunmehr erst für den Jahreswechsel 2012/2013 terminiert. Grund genug, dann doch einmal zu einem ganz anderen Buch des Autors zu greifen, um sich die Wartezeit zu vertreiben. Es ist der Debütroman des Bestseller-Autors aus dem Jahr 1997, der aber erst vor wenigen Monaten in deutscher Sprache erschienen ist: Das Alphabethaus. Weiterlesen →
Krachmachergasse
Nachdem ich bei elmastudio.de einen Artikel über Geolocation bei WordPress gelesen habe, muss ich dieses Feature auch gleich testen. Dazu nehme ich das Foto von der Krachmachergasse, das ich heute aufgenommen habe. Mal sehen, ob’s klappt. Über die Krachmachergasse dann später mehr.


