Kommunikation

Mails können dich nerven. Pling. Oder du nutzt Sanebox.

character_sanebox_300dpiPling. Pling. Pling. Ihr kennt das: Etliche Male am Tag meldet sich das Smartphone oder der Computer. POST!!! Ich konzentriere mich gerade einen Beitrag für die Webseite – aber es könnte ja wichtig sein. Ich erwarte eine wichtige Terminbestätigung von Soundso. Also kurz abschweifen (nein, eigentlich schweife ich allein durch das PLING schon ab) und in den Posteingang geschaut. Ah ja, irgendein spannender Newsletter. Nicht lebensrettend, aber interessant. Ich setze mich wieder an den Text, den ich ja endlich fertigstellen will.

Mehrmals täglich passiert das. Pling. Es nervt. Denn einen großen Teil dieser Mails könnte ich beruhigt auch später lesen. Die Alternative: Den automatischen Mailabruf abstellen. Nur noch gezielt alle paar Stunden Mails abrufen – wenn es in den „Workflow“ passt. Schluss mit dem Mailterrorismus, der unglaublich viel Zeit frisst!

Morgens rufe ich also meine Mails ab, dann wieder in der Mittagszeit, dann wieder gegen Abend. Das klingt organisiert! Ich finde eine Nachricht, vier Stunden alt: „Kannst du dir mal den beiliegenden Text durchlesen, korrigieren? Wäre schön, wenn ich in den nächsten zwei Stunden die Freigabe von dir habe, dann kann der heute noch raus!“ Verpasst. Wäre wichtig gewesen. Pling.

Was tun, um diesem Dilemma zu entgehen? Unwichtiges aussortieren, wichtige Nachricht sofort bekommen? Ich nutze seit geraumer Zeit dazu für meine privaten Mailkonten den Dienst sanebox.com. Über Sanebox werden die Mailprioritäten verwaltet. Wichtiges wird sofort an mich weitergeleitet. Pling. Weniger wichtige Mails oder klassische Postfachverstopfer bekomme ich später oder gar nicht – es gibt nämlich auch einen sehr effektiven Spamfilter. Natürlich muss ich auch bei Sanebox definieren, was wichtig ist. Das geht aber recht einfach und vor allem: es funktioniert sehr effektiv.

Wie sehr Sanebox das Mailleben erleichtert, habe ich ein Jahr lang ausprobiert. Dann dachte ich: och, die paar Dollars im Jahr spare ich mir lieber und sortiere wieder selber. Pling. Pling. Pling. Pling. Pling. Nach wenigen Wochen bin ich zu Sanebox zurückgekehrt und genieße seitdem wieder die Ruhe. Wenn ich wirklich Zeit habe, kontrolliere ich den Maileingang in den Postfächern – zum Beispiel im Bus auf der Heimfahrt von der Arbeit.

Neben dem „normalen“ Postfach, dessen Eingänge ich sofort bekomme, nutze ich derzeit drei Sanebox-Fächer: „Bulk“ für alle Mails, die wichtig sind, aber nicht gelesen werden müssen, also z.B. Bestellbestätigungen und dergleichen. „News“ ist das Postfach für Newsletter und ähnliche Spammails, auf die ich nicht komplett verzichten möchte. „Later“ ist das Fach für alles, was ich beruhigt später lesen kann – und wo es eigentlich ausreicht, einmal am Tag nachzuschauen.

Hin und wieder schreibt mir Sanebox, wie viel Zeit ich spare: „You received 271 emails last week, but were only interrupted by 74 thanks to the magic of SaneBox.“ Gut 90 Minuten gespart, hat Sanebox errechnet. Vielleicht etwas großzügig kalkuliert, aber wenn es um „gefühlte“ Zeit geht, stimmt es.

Sanebox.com ist ein sehr effektives Instrument im Zeitmanagement. Wichtiges erreicht mich sofort, weniger Wichtiges nur dann, wenn ich Zeit dafür habe. Unwichtiges kann ich vergessen, wenn mir danach ist. Einmal am Tag lasse ich mich von Sanebox per Mail daran erinnern, dass ich Mails erhalten habe, die ich noch nicht zur Kenntnis genommen habe. Das fühlt sich gut an und funktioniert. Ich kann mir auch Mails zu beliebigen Zeitpunkten erneut vorlegen lassen, um sie nicht zu vergessen. Mailanhänge könne direkt z.B. in die Dropbox gepackt werden (was ich aber nicht eingestellt habe, da ich den Dropbox-Account nicht aktiv nutze).

Allerdings: Je erfolgreicher das Unternehmen ist, desto teurer wird die Dienstleistung – Sanebox hat schon mehrfach die Preise erhöht. Mein Account läuft noch bis Oktober 2014 – dann gilt es erneut abzuwägen, ob die Zeitersparnis, die Stille und die Bequemlichkeit den Preis wert sind. Pling. – . – . – . Pling.

Wer den Dienst einmal ausprobieren möchte, kann das mit dem Empfehlungslink sanebox.com tun – dann profitiere ich ein wenig davon.

Autor

Uwe Martens: Birdy. Bücher. Dansk. Djembé. Dram. Drum. FCSP. Foliba. Fotos. Kirche. Majiang. Musik. Oldenburg. Politik. PPP. PR. Web. Welt. Zukunft. 1959.

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