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Edewecht: Krippenpolitik zu Lasten der Kirche

Bereits im Jahr 2007 hat die Gemeinde Edewecht der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde die Trägerschaft einer Krippe verweigert. Daran hat sich bisher nichts geändert – während in den eigenen kommunalen Kitas zwischenzeitlich vier Krippengruppen eingerichtet wurden. Für eine der drei kirchlichen Einrichtungen blieb lediglich als Brosamen eine altersübergreifende Gruppe, in der Kinder ab 2 Jahren betreut werden.

Mit dem heute von CDU/SPD im Fachausschuss beschlossenen Verwaltungsvorschlag zur Privatisierung des weiteren Krippenausbaus in Form von Großtagespflegestätten wird die Kirchengemeinde auch in den nächsten Jahren kaum eine Chance auf eine Krippe bekommen. Statt in die Zukunft institutioneller Kindertagesstätten anerkannter Träger der Jugendhilfe zu investieren, soll der Bereich der privatwirtschaftlichen Kindertagespflege, der ohnehin in Edewecht schon stark vertreten ist, weiter gefördert werden. Im Gespräch ist, auch einen „Betriebskindergarten“ für die Beschäftigten der politischen Gemeinde in derartigen Strukturen zu realisieren. Den kirchlichen Einrichtungen wird lediglich in Aussicht gestellt, bei rückläufigen Kinderzahlen später einmal Kindergartengruppen in Krippengruppen umzuwandeln.

Kurzsichtige Politik – nicht ganz ungewohnt in Edewecht. Im Ergebnis ist das wettbewerbsverzerrender Protektionismus zu Lasten freier Träger –  Subsidiarität sieht anders aus.

über

Uwe Martens: Birdy. Bücher. Dansk. Djembé. Dram. Drum. FCSP. Foliba. Fotos. Kirche. Majiang. Musik. Oldenburg. Politik. PPP. PR. Web. Welt. Zukunft. 1959.

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