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Final Cut Pro X als Videoschnittschule

Final Cut Pro X - VideotrainingUm es klar zu sagen: Ich hasse Handbücher. Wenn Software nicht intuitiv funktioniert und ich erst umständlich in dicken Wälzern blättern muss, haben die Softwareentwickler/innen was falsch gemacht. Da bin ich ganz ungerecht. Punkt. Genauso klar ist: Es gibt Software, da kommt man ums Erlernen nicht herum. So komplexe Dinge wie InDesign erschließen sich von allein nun einmal nur oberflächlich. Und Final Cut Pro X ist auch so ein Kandidat. Obwohl doch aus dem Hause Apple. Warum ich dann nicht einfach iMovie benutze? Ginge auch. Aber FCPX ist letztlich komfortabler. Wenn man die Feinheiten kennt. 

Es hat alles damit angefangen, dass wir vor einem Jahr die Webseite der ejo neu gestaltet haben. Was das mit Video-Schnitt zu tun hat, könnt ihr hier nachlesen. [Lesepause – weiter im Text:] Bei einem Seminar „Vodcasting“ an der Evangelischen Medienakedemie Düsseldorf habe ich den Umgang mit Adobe Premiere Elements 10 in groben Zügen gelernt. Da dieses durchaus umgängliche Programm in Nutzerbewertungen durchaus auch kritisch beurteilt wird und ich mich ja ohnehin noch gründlich in die Feinheiten der Schnittsoftware einarbeiten müsste, habe ich mich für die weitere Arbeit für den Umstieg auf Final Cut Pro X entschieden und mir gleich dazu auch ein Handbuch bestellt. Über 600 Seiten. Ich hasse Handbücher.

Um dem vorprogrammierten Handbuch-Frust zu entgehen, habe ich mich nach Alternativen umgesehen und bin fündig geworden: Video-Training Final Cut Pro X mit Robin Kurz, eine Videoschnittschule auf DVD, erschienen bei Galileo Press. Zunächst war ich eher skeptisch – ich habe bisher nicht nur gute Erfahrungen mit Videolektionen. Aperture zum Beispiel: Da fand ich die von Apple angebotenen Video-Lernsequenzen ziemlich blöd. Nun gut, hier bei Final Cut Pro lag die Alternative schon auf meinem Tisch: Ein dickes Buch. Schlimmer konnte ja auch die DVD nicht werden.

Das Video-Training hat mich dann angenehm überrascht. In 9 klar strukturierten Kapiteln mit sinnvoll abgegrenzten Unterabschnitten werden die Funktionen und Besonderheiten der Software erläutert und mit Übungsmaterial praktisch umgesetzt. Der „Trainer“ Robin Kurz tritt dabei angenehm zurückhaltend auf – auch ein nicht unwesentlicher Aspekt. Wir kennen das aus der Schule: Ein unsympathischer Mathelehrer macht einem das Leben noch schwerer.

Diesen Videokurs kann man komplett durchlaufen. Das sind dann gut 10 Stunden reine Spielzeit, wenn ich richtig gerechnet habe. Man bekommt aber sehr schnell ein Gespür für den Aufbau der Lerneinheiten und kann dann die Lektionen gezielt und nach Bedarf auswählen. Ich habe z.B. zunächst nur ca. 2,5 Stunden in den Videokurs investiert, um dann mein erstes Projekt mit FCPX abzuschließen. Wer noch nie mit Schnittsoftware gearbeitet hat, braucht vielleicht etwas länger. Aber durch das direkte Lernen am Rechner und auf der Programmoberfläche ist das sinnvoll investierte Zeit, finde ich. Der Videokurs gibt übrigens auch eine Einführung in die beiden Erweiterungen für FCSP: Compressor und Motion, für Videoexport und Effekte.

Und das Handbuch: Ja, ich benutze es trotzdem hin und wieder. Aber durch das Videotraining kann ich viel gezielter nach den Infos suchen, die ich brauche. Hätte ich allein mit dem Handbuch arbeiten sollen – ich hätte bis heute keinen Film fertiggestellt.

Autor

Uwe Martens: Birdy. Bücher. Dansk. Djembé. Dram. Drum. FCSP. Foliba. Fotos. Kirche. Majiang. Musik. Oldenburg. Politik. PPP. PR. Web. Welt. Zukunft. 1959.

2 Kommentare

    1. Danke, Lucas! Ich bin mit den ersten Ergebnissen auch ganz zufrieden, aber es wird sicher noch besser werden. Bei jedem Schnitt merke ich, worauf ich beim nächsten Mal noch zu achten habe. Aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen …

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