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Gähn

Viele Seiten habe ich mich nach dem gesehnt, was der Titel verspricht: „Vom Ende einer Geschichte“. Leider braucht Julian Barnes doch recht lange, bis er endlich dort ankommt. Der Klappentext verspricht: „Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt“. Aber: Altherrenprosa, kurzatmig statt atemberaubend, Kinderkarussell statt Achterbahn, selbstverliebt und selbstmitleidig.

Zitat: „Was hatte Old Joe Hunt erwidert, als ich naseweis behauptete, Geschichte sei die Summe der Lügen der Sieger? ‚Solange Sie im Auge behalten, dass sie auch die Summe der Selbsttäuschungen der Besiegten ist.‘ Behalten wir das genügend im Auge, wenn es um unser persönliches Leben geht?“

Ach Gott, dafür braucht es nun wirklich keinen solchen Roman, Herr Barnes!

Julian Barnes, Vom Ende einer Geschichte. Kiepenheuer & Witsch 2011: Finger weg!

Autor

Uwe Martens: Birdy. Bücher. Dansk. Djembé. Dram. Drum. FCSP. Foliba. Fotos. Kirche. Majiang. Musik. Oldenburg. Politik. PPP. PR. Web. Welt. Zukunft. 1959.

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