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munch in schnee und eis

Munch Schneeskulpturen

manche nennen es mini-kreuzfahrt, ich nenne es konferenz: am letzten wochenende hatte ich zum dritten mal in meinem leben die gelegenheit, an einer tagung auf einer oslo-fähre teilzunehmen. freitag hin, sonntag wieder in kiel – dazwischen reichlich arbeit auf dem konferenzdeck der color-line-fähre.

einer der touristischen höhepunkte der reise ist ein vierstündiger aufenthalt in der norwegischen hautpstadt. dort erwartete die besucher der nachklang eines besonderen kulturellen events. anlässlich der gerade in oslo stattfindenden ski-wm hatten renommierte künstler aus mehreren tonnen eis und schnee riesige skulpturen hergestellt, die sich mit einem der bedeutendsten norwegischen maler auseinandersetzen: mit edvard munch. auch wenn die offizielle ausstellungszeit bereits vorüber war, waren die objekte dank des kalten norwegischen wetters am letzten samstag doch noch recht ansehnlich.

die bildhauer haben die verschiedenen motive, die sich in munchs gemälden wiederfinden, auf unterschiedlichste weise adaptiert. natürlich gab es eine installation zum „schrei“, dem vielleicht berühmtesten bild von edvard munch. weitere schneeskulpturen thematisierten u.a. „mädchen auf der brücke“, „golgata“, „der kuss“, „das kranke mädchen“, das mädchen und der tod“; spannend auch eine installation, die sich mit dem madonna-thema bei andy warhol und edvard munch auseinandersetzt. an dem projekt waren künstler aus mehreren ländern beteiligt, u.a. mark szulgit aus den usa, erik mutel aus frankreich, luca bonette aus italien.

die großen monumente waren (oder sind es noch ein paar tage lang) mitten in der stadt auf der karl-johans-gate zu bewundern. die gefährdung und die vergänglichkeit – auch thema in munchs bildern – überlässt diese skulpturen nur dem augenblick. in ein paar tagen und wochen wird nichts mehr von diesen gewaltigen projekten zu sehen sein.

ich hatte nicht meine beste kamera dabei, aber die bilder, die ich bei flickr eingestellt habe, geben vielleicht doch einen eindruck von der ausstellung. wer mehr informationen haben möchte und ein wenig norwegisch versteht, findet auf den webseiten oslo2011 und aktivioslo weitere details.

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