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für den notfall

tatsächlich habe ich mir die notfallbroschüre des katastrophenschutzes noch einmal genauer angeschaut und die checklisten durchgesehen, wie hier im blog schon angekündigt. dabei ist mir aufgefallen, dass die kultur im ernstfall zu kurz kommt.

zwar soll jeder haushalt über ein batteriebetriebenes radio (und frische batterien) verfügen, vermutlich aber nicht primär zum erbaulichen anhören der konzerte im deutschlandfunk, sondern eher für den katastrophenfunk im ndr (womit ich nicht zwingend sagen will, dass der ndr ein katastrophensender ist).

aber sonst?

wenn ich wirklich mal für ein paar tage aufs dach muss, oder sogar zu den nachbarn oder verwandten in der nächsten stadt – womit vertreibe ich mir die zeit, bis die normalität wieder einkehrt? ein “schönes” buch lesen, okay. aber wenn die umfangreiche bibliothek der gastgeber außer angélique oder simmel und den bertelsmann-hauptvorschlagsbänden nichts hergibt? nun könnte ich ja kalt lächelnd auf meinen e-reader verweisen – aber nach drei wochen muss auch der mal neu geladen werden, fürchte ich. und was mache ich, wenn die stromversorgung bis dahin nicht wiederhergestellt ist?

voller panik habe ich die katastrophenschutzbroschüre zur seite gelegt und meinen bücherschrank durchforstet. die aktuell zu lesenden werke (tbr, wie man so schön sagt: to be read) habe ich nun an einer stelle zusammengezogen. im notfall (es schneit ja schon wieder!) kommt dieser bücherstapel ins notgepäck. denn ich kann gern mal ein paar wochen auf rote beete verzichten, aber mit lesehunger im gemüt bin ich ungenießbar.

ps: ganz oben auf dem stapel liegt “frøken smillas fornemmelse for sne”. warum wohl????!!!

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