Faltesel

fahrradzukunft

elektrofahrräder sind groß im kommen – diesen eindruck muss jedenfalls haben, wer in letzter zeit aktuelle fahrradzeitschriften durchblättert, die neuentwicklungen auf dem zweiradmarkt beobachtet oder dem fahrradladen einen besuch abstattet. hin und wieder begegnet einem ein solches gefährt auch in freier wildbahn. die e-bikes, so scheint es, sind die lösung unserer verkehrs- und umweltprobleme. mehr leute aufs rad bringen, damit dem verkehrsinfarkt vorbeugen und zugleich schädlichen co2-ausstoß senken – die räder mit dem unterstützenden motor als vielversprechendes zukunftsmobil?

eine kritische auseinandersetzung mit diesen trend-bikes findet bisher kaum statt. die artikel in den radzeitschriften lesen sich wie die prospekte der hersteller. natürlich ist es ein faszinierender gedanke: die muskelkraft der radler/innen wird nicht ersetzt, aber durch den elektromotor so unterstützt, dass das fahren zur nahezu mühelosen fortbewegung wird. auf diese weise, so ist zu vermuten, könnten menschen mit körperlichen einschränkungen oder auch einfach untrainierte autofahrer neue freude am rad entdecken.

die zeitschrift fahrradzukunft fragt in der jetzt erschienenen ausgabe #9, ob diese technologie wirklich hält, was sie verspricht. sie gibt interessante einblicke in die wirkungsweise der unterstützenden motoren und zur frage, für welche fahrzwecke und welche zielgruppen das e-bike denn eigentlich geeignet ist.  die kosten und die umweltfreundlichkeit der akkus, die ja das herzstück des antriebs bilden, werden kritisch unter die lupe genommen. die reichweite der e-bikes, sicherlich eine der entscheidenden fragen für potentielle käufer/innen, ist ebenfalls thema. zudem gibt es einen – allerdings nicht ganz vorurteilsfreien – praxisbericht, der mit manchem elektrorad-mythos aufräumt. ein blick in die geschichte des motorisierten fahrrades rundet das schwerpunktthema dieser ausgabe ab. das e-bike wird nicht verdammt, sondern kritisch gewürdigt. wer mit dem kauf eines solchen nicht ganz billigen mobils liebäugelt, sollte sich die artikel in dieser zeitschrift vorher durchlesen.

die online erscheinende fahrradzukunft gibt es unter der webadresse fahrradzukunft.de, als pdf-download oder auch direkt online zu lesen. die artikel sind überwiegend von praxiserfahrenen fahrradexpert/innen geschrieben. manchmal leidet die lesbarkeit darunter, dass die autor/innen eben keine publizisten sind, aber wer sich umfassende und wohl auch (im gegensatz zu vielen fachzeitschriften) unverdächtig unabhängige informationen besorgen will, dem sei dieses zeitschriftenprojekt sehr ans herz gelegt. neben dem thema elektrobikes gibt es in der aktuellen oktober-nummer natürlich weitere infos rund ums rad – auf insgesamt 40 seiten. fahrradzukunftist übrigens kostenlos und erscheint ca. 4 mal im jahr.

Autor

Uwe Martens: Birdy. Bücher. Dansk. Djembé. Dram. Drum. FCSP. Foliba. Fotos. Kirche. Majiang. Musik. Oldenburg. Politik. PPP. PR. Web. Welt. Zukunft. 1959.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.